Managemententlohnung

Relative Performancebewertung und Managemententlohnung

Was ist eine angemessene Management Vergütung? Haben Bankmanager ihre grosszügige Vergütungen verdient, insbesondere vor dem Hintergrund der neuesten Finanzkrise? Diese Fragen sind nicht nur für die Öffentlichkeit wichtig, sondern auch für die Sozialwissenschaften. Das CCRS untersucht in Zusammenarbeit mit FehrAdvice und mit Unterstützung der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) inwieweit die relative Leistung der Manager der jeweiligen Entlöhnung entspricht. Für die Bestimmung eines fairen Vergütungssystems für Manager wurde der Ansatz der relativen Leistungsbewertung, oder Relative Performance Evaluation (RPE) verwendet, wobei eine neue Methode zur Peer-Gruppe Konstruktion entwickelt wurde. Die Methode ermöglicht die Eliminierung von exogenen Schocks, die nichts mit der Leistung des Managers an sich zu tun haben. Die aktuellen Ergebnisse des Projekts stützen die Annahme das RPE Verpflichtungen in der Vergütungssystemen effektiv berücksichtigt werden, zumindest in unserem Sample von großen, internationalen Finanzinstituten eingehalten werden. Diese relative gute Corporate Governance Praxis mag auch als Reaktion auf die Exzesse vor der Finanzkrise zurückzuführen sein. Allerdings kann der RPE Ansatz die Frage nicht beantworten, ob die Löhne für Manager im Bankwesen (im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen) generell zu hoch sind, und wie das Versagen von Unternehmen (Corporate Governance Failure) im Finanzbereich bei der Durchsetzung von leistungsorientierten Vergütungssystemen zustande kommt. Daher untersuchen wir in diesem Projekt auch noch qualitativ, welche Ursachen solche Corporate Governance Failures haben und welche institutionellen Reformen notwendig wären um diese zu vermeiden.

Praxispartner

FehrAdvice

Förderstellen

Kommission für Technologie und Innovation
FehrAdvice

Projektlaufzeit

Dezember 2012 - Juni 2016